Kampfgesellschaft 2012

von Peter Truschner

Sechs Menschen haben gerade zu Abend gegessen, warten auf das Dessert. Eine (fast) gepflegte Abendunterhaltung. Der Anlass des Essens: die Firma des Hausherrn Richard fusioniert. Seine beiden möglichen Nachfolger plus Begleitung sowie Richards Ehefrau vervollkommnen die Runde. In wechselnden Räumen und Konstellationen werden Strategien aufgedeckt, Kampf und Krieg durchdringen nicht nur die Sprache, hier kämpft jeder gegen jeden. Das kultivierte Verhalten bekommt Risse, Kunst und Lebensart maskieren die Bestien, die nur darauf warten, den anderen an den Hals zu springen. Sexualität, Verrat, Intrige werden als Waffen eingesetzt, jung gegen alt, Männer gegen Frauen, Rivalen im Kampf um die Position des Alphatieres.

Zum Autor

Peter Truschner, geboren 1967 in Klagenfurt, wächst in Kärnten auf. Er studiert Kommunikationswissenschaften, Philosophie und Politikwissenschaften in Salzburg. 1997 wird sein Stück „Plexiglaswelten“ in Salzburg uraufgeführt. Für seinen Debütroman „Schlangenkind“ (2001) erhält er den Preis des österreichischen Kanzleramtes und das Jahresstipendium der österreichischen „Literatur-Mechana“. 2007 erscheint sein zweiter Roman „Die Träumer“, welcher für den deutschen Buchpreis nominiert wird. Peter Truschner lebt in Berlin.

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